Meine wichtigste Erkenntnis in meinem bisherigen Leben war es, dass ich dem Leben vertrauen darf. Dass das Leben für mich ist. Dass ich nichts kontrollieren muss.

Vor nicht allzu langer Zeit fiel es mir noch ganz schön schwer, das Leben auf mich zukommen zu lassen. Ich wollte alles (und damit meine ich wirklich alles!) unter Kontrolle haben. Ich wollte immer alles bereits vorher wissen und ging grundsätzlich davon aus, dass etwas schieflaufen würde. Es fiel mir auch richtig schwer, ein To-Do jemand anderem zu übergeben.

Kommt dir das auch bekannt vor? Viele Menschen aus meinem Umfeld geht es genauso. Sie sind misstrauisch und sorgen sich um jede Kleinigkeit, die schieflaufen könnte. Und das ist ganz natürlich, denn es ist ein menschliches Bedürfnis, Sicherheit spüren zu wollen und alles unter Kontrolle zu haben. Damit einhergeht natürlich die Angst vor dem, was wir nicht kontrollieren können.

Das Leben funktioniert so aber nicht. Alles ist ständig in Veränderung, nichts bleibt gleich, jeden Tag werden wir mit unbekannten Herausforderungen und Problemen konfrontiert. Wir können nicht alles kontrollieren. Zur Wahrheit gehört auch, dass wir uns in einem solchen Mindset nie wirklich sicher und geborgen fühlen werden. Weil wir ja immer Angst davor haben, welche Gefahr hinter der nächsten Ecke lauert.

Es ist daher so wichtig, dass wir alle wieder lernen, dem Leben zu vertrauen. Dem Leben zu vertrauen, bedeutet dabei nicht, zu erwarten, dass uns nur noch Schönes und Gutes widerfährt. Vielmehr bedeutet es, dass wir schöne Momente mehr schätzen, aber auch schwierige Situationen annehmen, daraus lernen und daran wachsen.

Das Leben ist für uns und unseren größtmöglichen Wachstum

Wir alle sollten endlich diese Brille wieder absetzen, die uns alles nur noch aus Misstrauen und Angst sehen lässt. Denn nein, wir können nicht alles kontrollieren. Und wie langweilig wäre das doch bitte? Meistens erinnert man sich doch an die ungeplanten, spontanen Momente zurück, wo nichts so gelaufen ist, wie man es sich vorgestellt hat. Das sind die Momente, in denen wir richtig leben. In denen wir wir selbst sind. In denen wir unser wahres Gesicht zeigen.

Ich möchte dich deshalb einladen, dem Leben wieder zu vertrauen. Wie du das schaffst, erfährst du hier.

Wieso solltest du dem Leben vertrauen?

Ich hoffe, ich habe dich schon mit meiner Einleitung dazu überzeugt, dem Leben wieder zu vertrauen. Wenn nicht (oder du noch weitere Gründe hören möchtest), dass du aufhören darfst, gegen Veränderungen in deinem Leben, die du nicht gutheißt, anzukämpfen, dann liefere ich dir hier noch ein paar 😊:

Die selbsterfüllenden Prophezeiungen

Vom Soziologen Robert Merton stammt das Konzept der Selbsterfüllenden Prophezeiung. Dabei versteht man, dass man etwas für die Zukunft prophezeit (etwa „Ich finde meinen Traumjob.“ oder: „Irgendwas wird im Urlaub schieflaufen.“). Aufgrund dieser Prophezeiung richten wir dann – bewusst oder unbewusst – unser Verhalten danach aus, um dieser Erwartung gerecht zu werden.

Haben wir die Erwartung, dass eine Sache gut laufen wird bzw. vertrauen wir dem Leben, dass es für uns und unseren größtmöglichen Wachstum ist, dann verhalten wir uns anders und haben dadurch auch andere Ergebnisse. Gehen wir voller Angst und Misstrauen ein Projekt an, dann fühlen wir uns blockiert und nehmen alles, was passiert, als potenzielle Gefahr wahr.

Selbst wenn die Sache dann nicht gut läuft, sieht ein Mensch, der im Vertrauen ist, das nicht als Fehler oder als Scheitern an. Denn genau das sind die Erfahrungen, durch die wir am meisten lernen und mitnehmen können. Jede Erfahrung, die wir im Laufe unseres Lebens machen, ist für irgendetwas gut – auch wenn wir das Positive daran vielleicht nicht gleich erkennen können.

Übrigens habe ich auch festgestellt, dass wir manche Erfahrungen auch gar nicht immer für uns machen, sondern um anderen Menschen durch diese Erfahrung helfen zu können. Und das ist doch irgendwie wunderschön, oder? 😊

Wir können uns also immer dafür entscheiden, zu vertrauen.

Durch das Vertrauen ins Leben spürst du wahre Sicherheit

Nur wenn du Vertrauen ins Leben hast und glaubst, dass alles, was passiert, für dich und dein größtmögliches Wachstum ist, wirst du dich wahrhaftig sicher und geborgen auf dieser Welt fühlen. Denn da, wo Vertrauen ist, ist kein Platz für Angst. Und wenn du in Angst bist, fühlst du dich nicht sicher.

Selbst, wenn etwas schiefläuft oder du gerade eine schwierige Phase in deinem Leben durchmachst, weißt du trotzdem, dass das Leben für dich und nicht gegen dich ist. Das Leben schenkt dir genau die Erfahrungen, die du gerade brauchst, um wachsen zu können. Und glaube mir, das Gefühl des echten, wahrhaftigen Vertrauens dem Leben gegenüber ist mit eins der schönsten Gefühle, die du dir vorstellen kannst!

Das Leben möchte, dass du dir deine Herzensträume erfüllst

Wenn ich dir erzählen würde, welche Wunder und Zufälle auf mich bereits gewartet haben, seit ich mich dazu entschlossen, mich mit meinem Herzensprojekt selbstständig zu machen, würdest du wahrscheinlich nur ungläubig mit den Augen rollen. Ich muss mich selbst manchmal kneifen, weil ich nicht glauben kann, wie sehr das Universum mir gerade hilft und mich unterstützt. Und das bringt mich auch schon zu einem weiteren Grund, dem Leben zu vertrauen: Denn ich bin der festen Überzeugung, dass das Leben/das Universum/Gott, woran du auch immer glauben möchtest, WILL, dass wir unseren Seelenträumen folgen. Dass wir endlich losgehen und dass auf die Welt bringen, nach dem sich unsere Seele sehnt. Wir erfahren Unterstützung, wenn wir dem Leben vertrauen.

 

Vertrauen erlaubt dir, die Kontrolle aufzugeben

Das Vertrauen hat mir meine Freiheit zurückgegeben, ich habe gelernt, loszulassen. Ich habe verstanden, dass ich nicht alles kontrollieren kann – und will. Das ist mir inzwischen viel zu anstrengend geworden. Alles ist ständig in Veränderung, kein Moment gleicht dem anderen. Wie herausfordernd ist es da bitteschön, immer alles unter Kontrolle zu haben? Es ist schlichtweg unmöglich.

Ich will nicht mehr in Angst leben, was alles passieren könnte. Ich vertraue stattdessen dem Leben. Und glaube mir, es fühlt sich so fantastisch an. Das Leben hat Höhen Tiefen, nach dem Regen kommt Sonnenschein, nach dem Winter kommt der Sommer, eine Welle kommt nach der anderen. Ich lasse mich vom Leben tragen und habe aufgehört, die Wellen des Lebens kontrollieren zu wollen. Trust me, it’s not possible, baby!

Wie du es schaffst, die Kontrolle aufzugeben und zu vertrauen

Nun, nachdem ich dich hoffentlich überzeugt habe, wie wertvoll das Vertrauen ins Leben ist, möchte ich dir natürlich auch zeigen, wie ich es geschafft habe, loszulassen.

Akzeptieren und Loslassen

Wir alle sind manchmal Situationen ausgeliefert, die wir beim besten Willen nicht ändern können. Zum Beispiel: Wir wurden gekündigt. Unser Freund bzw. unsere Freundin hat Schluss gemacht. Unser geliebtes Haustier ist gestorben. Wir sind durch eine Klausur geflogen.

All diese Dinge können wir nicht ändern, egal wie sehr wir es uns wünschen. Die Dinge sind so wie sie sind.

Was jetzt die meisten Menschen tun, ist, dass sie die Situation nicht akzeptieren, sondern gegen das, was ihnen das Leben beschert hat, ankämpfen. Und das ihr ganzes Leben lang. Sie wollen es nicht wahrhaben. „Das kann doch nicht sein! Das können die doch nicht machen! Das kann jetzt nicht wahr sein! Immer nur mir passiert sowas!“

Und ja, natürlich, der Tod, eine Kündigung oder eine Trennung kann extrem schmerzhaft sein. Manchmal weiß man gar nicht mehr, wie man jemals wieder lachen kann, bei dem, was einem das Leben zwischen die Füße geworfen hat. „Warum musste das passieren?“, fragen wir uns. Und finden keine Antwort darauf.

Es ist wichtig, dass wir all den Schmerz, die Trauer und die Wut zulassen. Sie rauslassen. Aber irgendwann müssen wir akzeptieren, dass es nun mal so ist und sich nicht mehr ändern lässt. Der Tod gehört zum Leben dazu. Die Kündigung gehört zum Job dazu. Die Trennung zur Beziehung.

Wenn du deine Situation bzw. die äußeren Umstände akzeptiert, lässt du deinen inneren Widerstand los und beendest den Kampf gegen das, was passiert ist.

Welches Geschenk liegt in der Erfahrung verborgen?

Und das gibt dir die Freiheit herauszufinden, was dir das Leben zeigen möchte. Wozu war die Kündigung, die Trennung etc. gut? Was kannst du daraus lernen und mitnehmen? Wenn du mit meiner Methode mit ungewünschten Veränderungen umgehst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du dem Leben in naher Zukunft ziemlich dankbar für die unschöne Erfahrung sein wirst.

Ohne Schmerz, kein Wachstum

Dadurch erkennst du nämlich, dass du durch die schmerzvolle, herausfordernde oder schwierige Phase gewachsen bist und du zu dem Mensch werden konntest, der bereit für die Traumbeziehung, für den Traumjob etc. ist. Denn am meisten lernen und wachsen wir gerade durch die schmerzhaften Erfahrungen, die uns keine andere Wahl lassen, als uns und unser Leben zu verändern.

Noch ein paar kurze Gedanken zum Umgang mit dem Tod von einem geliebten Menschen oder einem geliebten Tier: Wir können alle nicht wissen, wie es wirklich nach dem Tod weitergeht. Wir wissen es nicht. Aber ich habe ein paar Dinge nach dem Tod von meinem Hund erlebt, in denen ich gespürt habe, dass er da ist. Manche mögen nun den Kopf schütteln und mir nicht glauben und das ist auch völlig okay. Jeder hat seine eigenen Ansichten und Anschauungen. Aber ich glaube daran, dass wir selbst vor dem Tod keine Angst haben müssen und dass selbst der Tod für uns ist.

Vertrauen bedeutet für mich, sich dem Leben hinzugeben und auf den Wellen des Lebens zu reiten. Es bedeutet für mich, sowohl die schönen als auch die schmerzvollen Erfahrungen anzunehmen. Zum Leben gehört alles dazu und ich nehme das Leben an. Hell yeah, ich feiere das Leben, genauso wie es ist.

Ein Leben voller Vertrauen ist ein glückliches Leben.

Und genau darum geht es meiner Meinung nach: Natürlich hat auch ein Mensch in Vertrauen schwierige, schmerzvolle und herausfordernde Phasen zu meisten. Auch bei diesen Menschen läuft nicht alles am Schnürchen. Doch trotz dessen – oder gerade deshalb! – lassen sie sich nicht von dem Vertrauen in das Leben nicht abbringen. Es gibt keine Blüten ohne Regen. Kein Leben ohne Tod. Keine Liebe ohne Trauer. Es gehört alles zusammen. Das ist das Leben!

Das Vertrauen ermöglicht es uns deshalb, auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben, sondern das Wissen zu haben, dass auch diese Phase nur vorübergehend ist, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden.

 

Fazit

Als ich gelernt habe, dass ich dem Leben vertrauen und ich loslassen darf, war es, als ob mir jemand einen richtig schweren Rucksack von meinen Schultern gehoben hätte. Dieser Rucksack hat mich daran gehindert, für mein Traumleben loszugehen. Er war vollgepackt mit Ängsten, Zweifeln und Misstrauen. Er war so schwer, dass er mich beinahe niedergedrückt hätte. Das Leben war schwierig mit diesem Rucksack. Es war sogar richtig anstrengend.

Ich wünsche mir so sehr, dass wir alle diesen Rucksack wieder ablegen. Erinnere dich zurück, wie du als Kind warst. Wie wir voller Leichtigkeit und Vertrauen auf Wiesen herumgehüpft und gespielt haben. Ohne einen lästigen Rucksack. Let’s be kids again! 😊

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