Kennst du das, wenn du krank im Bett liegst und dir wünscht, wieder gesund zu sein? Oder wenn tagelang die Sonne scheint, es am nächsten Tag regnet und du dir das gute Wetter zurückwünscht? Oder wenn dir dein Job aus dem Nichts gekündigt wird, über den du jeden Tag gemeckert hast?

Plötzlich erscheint etwas „Selbstverständliches“ wie die eigene Gesundheit, der Job, das gute Wetter eben nicht mehr selbstverständlich und oft wünschen wir uns dann, wir hätten es mehr wertgeschätzt.

„Es sind nicht die glücklichen Menschen, die dankbar sind. Es sind die dankbaren Menschen, die glücklich sind.“ – Unbekannt

Ein absoluter Gamechanger in meinem Leben war es, als ich angefangen habe, für alles, was vermeintlich selbstverständlich ist, dankbar zu sein. Ich bin dankbar, dass ich hören, riechen und schmecken kann. Für den neuen Tag. Für die Sonne, die mich wärmt. Für die Blumen in meinem Garten. Für meine Familie. Für meine Gesundheit.

Ich könnte diese Liste noch ewig fortsetzen – genauso wie du. Denn wir alle haben so unendlich vieles, für das wir heute schon dankbar sein können.

Aber sooft fokussieren wir uns nur darauf, was noch nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, und was schlecht ist an unserem Leben. Bei Dankbarkeit geht es auch gar nicht darum, alle negativen Gefühle zu verdrängen und so zu tun, als wäre alles perfekt und als gäbe es keine Probleme.

Es geht eher darum, den Blick für all das zu schärfen, was schon gut läuft. Im Übrigen sollten wir auch für all die Herausforderungen und Krisen dankbar sein, die uns das Leben schenkt, denn nur dadurch können wir wachsen. Aber dazu ein andermal mehr. 😉

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, warum es so essentiell wichtig ist, dankbar zu sein.

Das Gesetz der Anziehung

Um zu verstehen, welche Auswirkungen es auf dein Leben hätte, wenn du ab heute anfangen würdest, für alles, was bereits in deinem Leben ist, dankbar zu sein, möchte ich dir zunächst das Gesetz der Anziehung erklären.

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass wir immer auf der Energiefrequenz empfangen, auf der wir senden. Alles, was du aussendest, kommt zu dir zurück. Dieser Austausch von Energie ist das universelle Gesetz von Ursache und Wirkung. Alles, was im Universum existiert, ist Energie und vibriert auf einer bestimmten Frequenz. Alles im Universum ist Vibration.

Auch der Mensch ist reine Energie. Unsere Zellen bestehen nämlich aus Billionen von Atomen, deren Kern aus Neutronen und Protonen besteht. Die Neutronen und Protonen wiederum bestehen aus Quanten, der kleinsten nachweisbaren Form von Energie. Ebenso wie dein gesamter Körper Energie ist, so sind auch deine Gedanken eine Form von Energie.

Nach dem Gesetz der Anziehung müssen nicht nur deine Gedanken auf Frequenz sein, auf der du empfangen möchtest, sondern insbesondere deine inneren Überzeugungen und Glaubenssätze müssen auf dieser Energiefrequenz vibrieren.

Verspüren wir oft Gefühle wie Angst, Scham, Neid und Wut und fokussieren wir uns auf den Mangel in unserem Leben, befinden wir uns auf einer niedrigen Energieebene. Dann ziehen wir Menschen, Erfahrungen und Dinge in unser Leben, die auf derselben negativen Frequenz vibrieren. Zusätzlich ziehen wir noch mehr Mangel in unser Leben.

Senden wir Liebe, Freude und Mut aus und legen unseren Fokus auf die Fülle und den Reichtum in unser Leben, ziehen wir einerseits Menschen und Erfahrungen in unser Leben, die sich auf diesem hohen Energieniveau befinden. Außerdem empfangen wir dadurch noch mehr Reichtum und Fülle. Denn: Gleiches zieht gleiches an.

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass du genau das in dein Leben ziehst, was deinen inneren Überzeugungen entspricht. Wenn du innere Glaubenssätze hast, die dich davon abhalten, in Reichtum und Fülle zu leben, kannst du so viel an eine Villa und an einen Bugatti denken, wie du möchtest, sie werden nicht in dein Leben kommen. Um das anzuziehen, was du in deinem Leben haben möchtest, musst du deine inneren Überzeugungen und dein Energielevel anheben.

Mit Dankbarkeit dein Energielevel anheben

Und das schaffst du am leichtesten durch die Dankbarkeit. Wenn du im Gefühl der Dankbarkeit deinem Leben und deinen Mitmenschen gegenüber durch dein Leben läufst, befindest du dich automatisch auf einem ziemlich hohem Energielevel. Du empfindest Liebe, Freude und Fülle und sendest Reichtum und Fülle ins Universum. Genau das wirst du dann auch wieder zurückbekommen.

„Dankbarkeit öffnet das Herz und ist der ultimative Zustand des Empfangens. Sie ist wie das Gedächtnis des Herzens.“ – Laura Malina Seiler

Dankbarkeit können wir dabei für Erlebnisse in der Vergangenheit, für den gegenwärtigen Moment und auch für unsere Zukunft empfinden. Wenn du dir dein Traumleben visualisierst und bereits jetzt schon dankbar ist, dass alles so oder noch besser in dein Leben kommen wird, bist du automatisch im Vertrauen – und damit nicht mehr in einem Zustand der Angst (= niedriges Energielevel). Es passiert etwas ganz Magisches im Leben, wenn wir unser nicht mehr auf den Mangel fokussieren, sondern auf die Fülle richten, die uns alle umgibt.

„A grateful heart is a magnet for miracles“ – Unbekannt

Denn ein positives Mindset ist der beste Nährboden, um mehr Gutes im Leben zu entdecken und zu bekommen. Die Wissenschaftlerin Barbara Fredrickson beschreibt einen Broaden-and-Built-Effekt der Dankbarkeit. Bist du dankbar, steigert das demnach deine Kreativität, deine soziale Integration sowie deine Resilienz.

Mir hilft es, wenn ich mich immer wieder daran erinnere, dass das, was momentan bereits in meinem Leben ist, etwas war, was ich mir einmal gewünscht habe. Denn wenn wir nicht heute schon dankbar für das sind, was bereits in unserem Leben ist, werden wir es voraussichtlich auch in der Zukunft nicht sein.

Dankbarkeit kann dazu beitragen, die Gesundheit zu verbessern

Darüber hinaus trägt Dankbarkeit zur psychischen Gesundheit bei. Studien zeigen nämlich, dass wer dankbar ist, weniger unter Angst, Ärger, Stress, Schlafstörungen, körperlichen Krankheitssymptome und Depressionen leidet. Denn wer dankbar ist, kann schwer gleichzeitig negative Emotionen wie Angst oder Wut verspüren.

Dankbarkeitsübungen heben demnach das Glücksniveau um 25 Prozent an und können sogar Antidepressiva bei leichten bis mittelschweren Depressionen ersetzen. Auch posttraumatischer Stress lässt sich den Studien zufolge durch Dankbarkeitsgewohnheiten lindern.

Prof. Paul J. Mills von der University of California, San Diego, spezialisiert auf Psychoneuroimmunologie und Psychosomatik, hat außerdem entdeckt, dass Dankbarkeit die Herzgesundheit von Herzpatienten unterstützt. 186 Männer und Frauen, die unter einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz im Stadium B) leiden, nahmen an seiner Studie teil. Dabei mussten einige von ihnen ein Dankbarkeitstagebuch führen, wodurch sich ihre körperliche Verfassung sowie ein Abrutschen in Phase C verhindert werden konnte. Bei der Kontrollgruppe, die keine Dankbarkeitstagebuch führte, konnten hingegen diese positiven gesundheitlichen Auswirkungen nicht festgestellt werden kennen.

Anscheinend wird durch Dankbarkeit der Vagusnerv im menschlichen Körper aktiviert, der Teil des sogenannten Parasympathikus ist. Dieser ist unser körpereigenes Ruhesystem. Andere Studien zeigten, dass unser Hypothalamus beeinflusst wird, wenn wir aktiv an positive Dinge denken und dankbar sind. Dieser kleine Teil unse­res Gehirns steuert unseren Schlaf, den Stoffwechsel und unsere Stressresistenz. Durch Dankbarkeit kann somit Stress reduziert werden, sodass wir uns gelassen fühlen. Das Herz kann sich darüber hinaus durch Dankbarkeitsübungen offenbar besser selbst regulieren und seinen Rhythmus zu beruhigen.

„Wir stellten fest, dass bei jenen Patienten, die täglich in ihr Dankbarkeitstagebuch schrieben, gleich mehrere Entzündungsmarker sanken. Gleichzeitig erhöhte sich die Herzfrequenzvariabilität, was mit einem geringeren Infarktrisiko gleichzusetzen ist.“ –  Prof. Paul J. Mills

Wenn wir dankbar sind, schüttet unser Gehirn Dopamine und Serotonine aus, die umgangssprachlich auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dopamine sind für unseren Antrieb und unsere Motivation zuständig, während das Hormon Serotonin als natürlicher Stimmungsaufheller wirkt, wodurch wir uns gelassen, ruhig und zufrieden fühlen.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel dazu motivieren, für alles, was in deinem Leben bereits vorhanden ist, dankbar zu sein. 😊 Denn seien wir mal ehrlich: Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine oder auch persönliche Schicksalsschläge führen uns immer wieder brutal vor Augen, dass nichts selbstverständlich ist.

Die Dankbarkeit ist natürlich keine Garantie, dass alles so bleibt, wie es ist, allerdings verbessert es deine (psychische) Gesundheit und du bist zusätzlich in der Lage, dir deine gewünschten Ergebnisse in dein Leben zu ziehen.

In diesem Sinne: Danke, dass du bis hierhin gelesen hast, das bedeutet mir unfassbar viel! 😊 <3

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