Du solltest diesen Artikel unbedingt lesen, wenn…

…Du dich schon immer gefragt hast, was es sich eigentlich mit diesem Manifestieren auf sich hat.

…Du schon immer wissen wolltest, wie Manifestieren funktioniert.

…warum es vielleicht bei dir noch nicht funktioniert hat.

 

Viel Spaß beim Lesen! 😊

Was ist Manifestieren?

Vielleicht geht es dir, wie es mir lange Zeit ging: Ich konnte mit dem Begriff Manifestieren nichts anfangen. Skeptisch habe ich meine Augenbrauen in die Höhe gezogen, wenn ich etwas davon las. Bis ich mich vor ein paar Monaten etwas tiefer damit auseinandersetzte und feststellte, dass das Konzept des Manifestierens nur manchmal falsch dargestellt wird, es aber im Grunde sehr logisch ist.

Beim Manifestieren geht es im Prinzip darum, dass du mittels deiner Gedanken deine Realität erschaffst. Das passiert ständig, da nur das, worauf du deine Aufmerksamkeit und deinen Fokus richtest, sichtbar werden kann.

Nehmen wir an, du willst ein Buch schreiben. Nun geht es beim Manifestieren nicht darum, dass du jeden Tag an dein Buch denkst und dir vorstellst, wie es in einer Buchhandlung liegt. Den Rest des Tages kümmerst du dich nicht mehr weiter darum, sprich du richtest deinen Fokus nicht auf dein Buch, das du ja gerne schreiben möchtest.

Beim Manifestieren geht es darum, dass du dir zwar vorstellst, wie das Buch in der Buchhandlung ausliegt. Aber: Dann setzt du dich hin und schreibst es auch – du richtest also deinen Fokus darauf, das Buch zu schreiben.

Allerdings richten viele Menschen ihre Gedanken darauf, was sie nicht wollen. Meistens tritt dann genau dieser Fall ein: Es ist passiert genau das, was man eben nicht erleben wollte. Dieser Punkt hat viele Ursachen, wie auch deine negativen wie positiven Glaubensätze.

Nehmen wir an, du bewirbst dich auf deinen Traumjob. Du glaubst aber von dir selbst, dass du nicht qualifiziert – also nicht gut genug für deinen Job bist. In deinen Gedanken malst du dir aus, wie dich die Personaler Fragen stellen, die du nicht beantworten wirst, und das Interview zu einer absoluten Katastrophe wird. Glaubst du, dass du das Interview unter diesen Umständen gut läuft? Wenn du nicht davon überzeugt bist, dass du die richtige Person für deinen Traumjob – wie soll dann der Personaler von dir überzeugt sein?

Ich habe in meinem Leben schon so oft die Erfahrung gemacht, dass die äußere Welt ein Spiegel der äußeren Welt ist. Zum Beispiel habe ich es lange Zeit bereut, Jura studiert zu haben. In Jobinterviews bekam ich dann auch genau diese Reaktion: Dass mein Jurastudium nichts Besonderes sei. Seit ich stolz darauf bin, Diplom-Juristin zu sein, bekomme ich im Außen häufig Lob und Anerkennung für mein Jurastudium.

Du siehst: Alles eine Frage der Wahrnehmung – der Aufmerksamkeit.

Worauf du deine Aufmerksamkeit legst, dahin fließt deine Energie und davon entsteht mehr in deinem Leben.

Beim Manifestieren geht es also darum, dass du deinen Fokus darauf richtest, wovon du mehr willst und was du erleben möchtest.

Worum es beim Manifestieren nicht geht: Auf der Couch und über einen Porsche nachdenken und tada, am nächsten Tag steht er vor der Tür. Kann zwar passieren, ist aber eher unwahrscheinlich.

Wie dir das Manifestieren gelingt und dir die Ergebnisse in dein Leben ziehst, die du auch wirklich haben möchtest, erfährst du in diesem Artikel.

Wie funktioniert Manifestieren?

1) Wisse, was du willst

Vor einem Jahr habe ich ein Apartment in Regensburg gesucht. Etwa zwei Monate suchte ich, ohne fündig zu werden. Ich war schon etwas frustriert, als mir bewusst wurde, dass ich eigentlich gar nicht wusste, wonach ich suchte. In welchem Stadtteil wollte ich wohnen? Wie groß sollte die Wohnung sein? Wollte ich lieber alleine oder in einer WG wohnen?

Nur einen Tag, nachdem ich mir darüber klar geworden war, was ich eigentlich wollte, hatte ich die Zusage für eine Studentenbude, die genau das war, wonach ich suchte.

Die wichtigste Zutat beim Manifestieren ist also: Klarheit.

Du musst so spezifisch und genau wissen, WAS du möchtest.

Ganz wichtig bei diesem Punkt: Du musst (noch) nicht wissen, wie du das, was du willst, bekommst. Du musst lediglich wissen, was du gerne in deinem Leben hättest – und das so konkret wie möglich.

Schreibe deinen Wunsch nun in Präsenzform auf – und nicht im Konjunktiv. Also zum Beispiel: Ich habe bis zum 09. Mai 2023 ein Buch geschrieben, das im Verlag xy veröffentlicht wird.

2) Beobachte deine Gedanken

Sobald du deinen Traum notiert hast, kannst du beobachten, wie dein Verstand dich davon abbringen möchte. Sagen wir, du hast den Traum, ein Buch zu schreiben. Dein Verstand wird dir vielleicht erzählen, dass das zu viel Arbeit ist. Oder dass keiner dein Buch lesen wird. Oder dass du keinen Verlag finden wirst. Oder dass deine Rechtschreibung viel zu schlecht ist.

Schreibe dir all diese Gedanken auf, damit du dir über deine Zweifel und Ängste bewusstwirst. Es geht hier nicht darum, deinen Verstand „schlecht“ zu reden. Deine Ängste wollen dich nur beschützen, sie handeln also im Prinzip aus Liebe zu dir. Aus Evolutionsgründen schaut sich unser Verstand eine Entscheidung, die wir treffen wollen, immer aus zwei Perspektiven an: Könnte das anstrengend sein? Und: Könnte das unsicher sein?

Wenn du nun einen großen Traum hast, wird das sehr wahrscheinlich anstrengend und unsicher sein, weil du Wege beschreiten musst, die du noch nie beschritten hast. Du müsstest dabei Hindernisse überwinden und dich Herausforderungen stellen. Beides tendenziell eher anstrengend und unsicher.

An dieser Stelle ist es wichtig, dass man sich im ersten Schritt erstmal über die Ängste und Sorgen bewusstwirst, damit sie dich nicht auf unterbewusster Ebene sabotieren. Im zweiten Schritt überlege ich mir immer Lösungen und Strategien, um meine Angst etwas zu beruhigen. Wenn du dir einmal eine Lösung für das Worst Case Szenario ausmalst, dann erscheint es gar nicht mehr so schlimm. Zum Beispiel: Wenn ich keinen Verlag finde, der mein Buch veröffentlichen möchte, dann veröffentliche ich es im Selfpublishing.

Daneben spielen auch unsere Glaubenssätze, also das, was wir von uns selbst denken, eine große Rolle. Wenn wir zum Beispiel den Glaubenssatz haben, dass wir nicht kreativ genug sind, um ein Buch zu schreiben – wie sollst du dann jemals ein Buch schreiben können?

Deswegen geht es beim Manifestieren auch immer darum, dass wir die negativen Glaubenssätze, die wir über uns selbst haben, und womit wir uns selbst beschränken und deckeln, einfach mal loslassen.

Wie du deine negativen Glaubenssätze auflösen kannst, erfährst du in meinem Gastbeitrag bei Yomela.

Es geht beim Manifestieren also auch darum, wieder anzufangen, an sich selbst zu glauben und all das loslässt, was nicht mehr dienlich ist.

3) Visualisiere!

Nun kommt der für mich schönste Teil des Manifestierens: Stell dir regelmäßig, also zum Beispiel jeden Morgen oder jeden Abend, vor, wie du dein Ziel schon erreicht hast. Alles ist genauso oder vielleicht sogar noch besser gekommen, als du es dir vorgestellt hast.

Schließe, wenn du willst, deine Augen, und male dir aus, wie du in eine Buchhandlung läufst, und dein Buch dort ausliegt. Wie du ganz viele Leserbriefe bekommst, und du auf Messen dein Buch präsentieren darfst. Triff dich mit diesem zukünftigen Ich und tausche dich mit ihm aus. Was hat sie/er gemacht, um dieses Ziel zu erreichen? Wie ist er/sie vorgegangen, welche Hindernisse und Herausforderungen mussten überwunden werden? Verbinde dich mit deinem zukünftigen Ich und beobachte es, wie es sich verhält.

Bei der Visualisierungsübung ist es am besten und auch am schönsten, wenn du voller Dankbarkeit und Vorfreude bist. Lade deine gesamte innere Welt mit dieser Energie auf, bade darin. Freu dich schon jetzt auf all das, was auf dem Weg zu dir ist. Diese Vorfreude, kombiniert mit deiner Dankbarkeit, ist ein extrem kraftvoller Manifestationsmagnet.

Daran, ob dich der Gedanke an deinen Traum mit Vorfreude erfüllt oder eher nicht, merkst du im Übrigen auch, ob dein Traum auch wirklich deiner ist – oder ob du dieses Ziel nur erreichen willst, weil jemand diese Erwartung an dich hat.

4) Get in that Game!

Um das zu bekommen, was du willst, darfst du schon jetzt so SEIN wie die Person, die alles hat, was du dir wünschst. Bei deiner Visualisierungsübung kannst du ablesen, wie du werden darfst, um dein Ziel zu erreichen. Entwickle neue Gewohnheiten, die dich an dein Ziel bringen. Dabei musst du nicht nach einem „Masterplan“ agieren, den es im Übrigen eh nicht gibt. Es genügt, wenn du möglichst jeden Tag Schritte in Richtung deines Ziels gehst. Das können manchmal auch ganz kleine Trippel-Schritte sein.

Es ist nicht: Erst HABEN, dann SEIN, sondern erst SEIN, dann HABEN.

Das Wichtigste ist, dass du einfach anfängst. Dass du dafür losgehst, obwohl du noch gar nicht weißt, WIE du dein Ziel erreichen sollst. Gehe einfach den ersten Schritt, und dann noch einen, noch einen, noch einen… Gib nicht auf, sondern GLAUBE AN DICH! Nutze deine tägliche Visualisierung, um dich zu motivieren. In deiner Visualisierungsübung SIEHST und FÜHLST du bereits, dass dein Traum bereits Realität ist. Jetzt musst du es „nur“ noch in der realen Welt umsetzen. Ich weiß, viel leichter gesagt als getan. 😀

Hab einfach Spaß daran, deinen Traum zu verwirklichen. Natürlich wird sich das auch manchmal anstrengend anfühlen. Es wird Zeiten geben, wo du dich fragst, wofür du das alles machst und Phasen, in denen du an dir und an deinen Fähigkeiten zweifelst. Dein Traum wird dich zu Wachstum auffordern und Wachstum ist nie einfach. Trotzdem – oder gerade deshalb – ist dieser Weg unheimlich erfüllend – viel erfüllender, als es sich in der eigenen Komfortzone gemütlich zu machen.

5) Und jetzt: Lass los!

Der letzte Schritt fällt mir persönlich am schwersten. Ich bin eine Macherin, ich packe Sachen am liebsten sofort um und kann meistens nicht bis morgen warten. Mich hat das Manifestieren von Träumen Geduld und Vertrauen gelehrt. Darauf, dass alles zum perfekten Zeitpunkt in mein Leben kommen wird und ich eben nicht alles bis ins kleinste Detail durchplanen und kontrollieren muss. An einer gewissen Stelle ist es wichtig, einfach loszulassen und darauf zu vertrauen, dass dein Traum auch wirklich Realität wird. Bedanke dich in deiner Visualisierung dafür, dass du bald deinen Traum leben wirst. Dankbarkeit ist übrigens der Schlüssel zum Erfolg: Sie lässt keinen Platz für negative Emotionen, wodurch sie quasi als Katalysator wirkt, um deinen Traum noch schneller zu erfüllen.

 

Hilfe, warum klappt Manifestieren bei mir nicht?

Du hast meine Schritte angewandt, aber dein Traum wird einfach nicht Realität, egal wie sehr du dich anstrengst? Dann kann es vielleicht an folgenden Manifestationsblockaden liegen:

1) Fehlendes Vertrauen in dich selbst

Ein Grund, warum du dein Ziel noch nicht erreicht hast, kann daran liegen, dass du noch nicht an dich und an deine Fähigkeiten glaubst. Irgendwann in deinem Leben hat es eine Erfahrung gegeben, die dich verletzt hat, wo du angefangen hast zu glauben, dass du etwas nicht kannst, dass du für etwas nicht gut genug bist, dass du zu dumm, zu klein, zu groß, zu dick, dünn bist. Die Wahrheit ist: Du kannst alles erreichen. Du bist gut genug.

Bitte den Anteil von dir, der nicht an dich glaubt, hervorzutreten, und nimm in ganz fest in deine Arme. Unterhalte dich mit ihm. Schau, wie es ihm geht. Gib ihm so viel Liebe, wie möglich, damit du diese innere Verletzung heilen kannst.

Du kannst das Manifestieren deshalb auch als Heilungsprozess betrachten: Schau genau hin, was du über dich in Bezug auf deinen Traum glaubst – und dann heile diese Verletzung. Schicke ganz viel Liebe an den Anteil von dir, der nicht glaubt, dass du es verdient hast, in deiner Traumwohnung zu leben, der nicht glaubt, dass du eine Weltreise machen oder ein Buch schreiben kannst. Schau genau hin, wo du noch negative Überzeugungen über dich selbst hast. Und dann wähle bewusst eine neue, positive Überzeugung über dich selbst.

Es geht nicht darum das Ergebnis im Außen zu haben, das Ergebnis im Innen, Dinge loslassen, die nicht funktionieren

2) Du siehst dich als Opfer

Häufig nehmen wir die Opferrolle ein und suchen Ausreden und Begründungen, warum wir dies und jenes nicht tun können. Wir erheben Vorwürfe und Anschuldigungen gegen andere und geben damit die Macht, die Kontrolle, wie unser Leben verläuft, an andere ab.

Du kannst nur dann in deine Power, in deine Macht kommen und dein ganzes Potenzial ausschöpfen, wenn du den Widerstand gegen vergangene Ereignisse aufgibst. Wenn du anfängst, deine Vergangenheit als riesigen Ressourcenpool betrachtest, nimmst du dir deine Manifestationspower wieder zurück. Wir alle haben so, so viele Erfahrungen durchgemacht, so viele Krisen und Herausforderungen gemeistert, aus denen wir so viele Ressourcen und Erfolgsstrategien schöpfen können. Aber das geht nur, wenn wir aufhören, gegen die Vergangenheit, die wir im Übrigen eh nicht mehr ändern können, anzukämpfen und sie so akzeptieren, wie sie eben waren.

Ja, einige Dinge haben uns verletzt und waren bestimmt nicht cool. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass gerade unsere Krisen, unsere allerschlimmsten Momente eigentlich für uns sind und Geschenke für uns bereithalten – wenn wir denn bereit sind, wirklich hinzusehen.

Also: Hol dir deine Verantwortung für dein Leben zurück und gib sie nicht durch Vorwürfe und Anschuldigungen an andere ab!

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel dazu inspirieren, wieder an dich zu glauben und für deine Träume loszugehen! Es wird dir nicht immer alles in den Schoß fallen und es geht auch nicht darum, dass immer alles easy-peasy-lemon-squezzy ist. Das Leben ist, finde ich, dazu da, dass wir wachsen, uns weiterentwickeln und uns ein erfülltes, wunderschönes Leben aufbauen. Das Manifestieren kann uns dabei unterstützen, indem wir uns darauf fokussieren, was wir möchten und dafür auch loszugehen, auch wenn wir keine Ahnung haben, wie wir unser Ziel erreichen können.

 

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