Der Schlüssel zu einem erfüllten & glücklichen Leben liegt darin, zu 100 Prozent Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Was heißt es aber zu 100 Prozent Verantwortung zu übernehmen? Für mich bedeutet ist, für das eigene Handeln, für die Gefühle, die Worte, die Gedanken und die Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen. Wir stehen für die möglichen Konsequenzen unseres Handelns ein und zeigen nicht auf andere Menschen, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Denn: Wer anderen die Schuld an etwas gibt, verleiht diesen Menschen die Macht über sein Leben.

Selbstverantwortung ist damit ein wesentlicher Schlüssel und Schritt zu mehr Glück und Erfolg

Mehr Selbstverantwortung zu übernehmen, bedeutet:

Sich für die eigenen Gefühle, Gedanken, Worte und Handlungen verantwortlich zu fühlen.
Verantwortung übernehmen für die eigene Ernährung und Gesundheit.
Darauf zu achten, dass es einem emotional, mental und körperlich gut geht.
Zu erkennen, was Sie für sich selbst wollen und sich dafür einsetzen.
Eigene Ziele für sein Leben formulieren und dafür loszugehen.
Bewusste Entscheidungen treffen, um das Schiff des Lebens zu lenken.

Um ein selbstbestimmtes und bewusstes Leben zu führen, ist es von großer Bedeutung, sich selbst für den Verlauf des Lebens verantwortlich zu fühlen.

Warum es uns schwerfällt, Verantwortung zu übernehmen

Vielen Menschen fällt Selbstverantwortung enorm schwer. Denn natürlich ist es viel leichter, sich Ausreden zurechtzulegen, wieso man gerade keinen Sport machen kann, warum die Weltreise, die eigentlich ein lang gehegter Traum ist, viel zu gefährlich ist, und warum man sowieso keine Chance auf den Traumjob hat.

Typische Aussagen sind zum Beispiel: „Ich kann nichts dafür.“, „Ich hatte keine Wahl“ oder „Das hat mir keiner gesagt.“ Die Gefahr solcher Ausreden: Wir versinken dabei nicht nur in Selbstmitleid, sondern fühlen uns fremdbestimmt und gehen für unsere Ziele nicht mehr los.

DO WHAT’S RIGHT, NOT WHAT’S EASY

Wer es sich in dieser Opferrolle gemütlich macht, beschränkt zudem seinen Handlungsspielraum. Denn die Wahrheit ist: Wir haben immer die Wahl, wie wir auf einen äußeren Umstand reagieren. Wir können vielleicht nicht immer die Umstände im Außen beeinflussen, aber wie wir darauf reagieren – das liegt zu 100 Prozent in unserer Hand.

Das Grundprinzip der Selbstverantwortung lautet: Love it, leave it or change it – Liebe es, lass es oder verändere es! Wer sich an dieses Prinzip hält und sich nicht kleiner macht, als er eigentlich ist, der hat die Freiheit, das Leben wirklich so zu gestalten, wie er es möchte.

Ich sage damit nicht, dass es immer leicht, bequem und einfach ist, Verantwortung zu übernehmen – ganz im Gegenteil. Wenn man einmal erkennt, wie viel Einfluss wir eigentlich auf unser Leben haben, wird diese Macht benutzen, um sich das Leben aufzubauen, das dem eigenen, authentischen Weg entspricht. Ist das immer easy und bequem? Hell, no. Es ist manchmal sogar richtig anstrengend. Aber es lohnt sich, weil wir uns dann dem Leben nicht mehr ausgeliefert fühlen und nicht mehr sooft Dinge geschehen, die wir eigentlich gar nicht wollen.

Zu 100 Prozent Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, setzt zudem viel Selbstreflexion sowie Arbeit an der eigenen Persönlichkeitsentwicklung voraus. Aber die Anstrengungen werden sich auszahlen: Wenn du am Ende deines Lebens zurückblickst, wirst du sagen können: „Ich war meines Glückes Schmied – und niemand anderes!“

Nichts fühlt sich meiner Meinung nach schlimmer an, als das Gefühl, den Dingen um einen herum völlig ausgeliefert zu sein. Selbstverantwortung zu übernehmen, heißt, die wichtigsten Entscheidungen in unserem Leben nicht anderen zu überlassen, sondern das Leben selbst zu lenken. Ja, (schlimme) Dinge passieren – aber wir haben es in der Hand, wie wir sie bewerten und darauf reagieren.

Das richtige Mindset

Wie schafft man es nun, in die Selbstverantwortung zu kommen und sich nicht länger fremdbestimmt zu fühlen? Entscheidend ist das richtige Mindset, also die innere Einstellung, mit der wir durchs Leben geben. Der erste und wichtigste Schritt, um Selbstverantwortung zu lernen, ist also eine andere Einstellung.
Mit den folgenden Tipps kannst du lernen, mehr Selbstverantwortung zu übernehmen:

Raus aus der Opferrolle

Das allerwichtigste ist: Höre auf, dich ständig als Opfer der Umstände zu sehen. Das mag auf den ersten Blick sehr hart klingen. Ich selbst habe mich jahrelange als Opfer meiner Umstände gesehen. Ich war wütend auf meine Lehrer, die mich nach meiner Perspektive ungerecht behandelt haben und durch die ich nicht den Notendurchschnitt erreichte, den ich für mein Politikstudium an der FU Berlin benötigt hätte. Ich fühlte mich betrogen und hintergangen. In deinem Leben mag es eine ähnliche Erfahrung gegeben haben. Nun kann man sich in die Opferrolle begeben und sich bemitleiden – oder man übernimmt Verantwortung und versteht, dass niemand außer einem selbst dafür verantwortlich ist, dass man glücklich, zufrieden und erfolgreich ist.

Damit verbunden ist auch die Einsicht, dass das Leben immer für uns ist – und nie gegen uns. Selbst wenn also etwas nicht klappt, sollten wir uns also darüber nicht aufregen. Wenn ich damals nach dem Abitur Politik studiert hätte, wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin.

Verlassen zu werden, einen Job oder die Wohnung nicht zu bekommen, mag sich zunächst ziemlich blöd anfühlen. Trotzdem können wir immer entscheiden, wie wir auf einen solchen – auf den ersten Blick negativen – Umstand reagieren.

Triff eigene Entscheidungen

Wenn man zu 100 Prozent Verantwortung für das eigene Leben übernehmen möchte, ist es absolut essentiell, eigene Entscheidungen zu treffen. Dabei sollte man sich nicht von anderen reinreden lassen, sich nicht danach richten, was das Umfeld denken könnte oder die Erwartungen anderer zu erfüllen. Natürlich ist nichts falsch daran, sich Rat bei einer Entscheidung einzuholen. Trotzdem ist es wichtig, dass du die Entscheidung selbst triffst und dass sie sich richtig für dich anfühlt. Das bedeutet zugleich auch, Grenzen zu setzen und Nein zu bestimmten Dingen (oder Personen) sagen zu können.

Verantwortung bedeutet auch die damit verbundenen
Konsequenzen zu akzeptieren

Deine Entscheidungen bestimmen maßgeblich über den Verlauf deines Lebens, weshalb es eben so, so, so wichtig ist, gute Entscheidungen zu treffen. Zu 100 Prozent Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, bedeutet deshalb, Entscheidungen ganz bewusst zu treffen.

Vergeben, Vergeben, Vergeben

Dieser Punkt hat ganz viel mit der Opferhaltung zu tun (oder auch nicht zu tun). Um nämlich aus der Opferrolle endgültig auszusteigen, solltest du aufhören, an einem Ereignis, das manchmal sogar Jahre zurückliegt (wie mein Politikstudium) festzuhalten und sich darüber aufzuregen. Zum einen kannst du eh nichts mehr daran ändern, der Moment ist vorbei. Zum anderen verletzt du dich damit jeden Tag erneut (let me tell you, es ist verdammt anstrengend, diesen Vorwurf mitzuschleppen :D) und nimmst dir die Möglichkeit, deine Zukunft aktiv zu gestalten.

Wir alle haben unser „Säckchen“ zu tragen, wir alle wurden verletzt, enttäuscht, verlassen. Wir alle haben aber auch die Macht, unsere Geschichte umzuschreiben und aus unseren größten Tiefpunkten die größten und schönsten Erkenntnisse zu ziehen. Denn: Das Leben ist immer für dich, nie gegen dich.

Deine Zukunft ist nicht die automatische Verlängerung deiner Vergangenheit. Du kannst jetzt neu wählen und in deiner Verletzung die Möglichkeit für Heilung erkennen.“ – Laura Seiler 

Um zu vergeben, musst du im ersten Schritt dem zustimmen, was war. Denn solange du im Widerstand bist, lässt du nicht los, sondern hältst weiter an deiner Vergangenheit fest. Dieses Festhalten an deinen Vorwürfen schwächt dich und du hast keinen Raum, Neues entstehen zu lassen. Nur wer loslässt, kann neues erschaffen.

Blicke einmal auf dein Leben zurück und überlege, wie sehr du in deinen schlimmsten Momenten über dich hinausgewachsen bist. Du hast diese Momente überlebt, du bist noch da. Und du hast etwas daraus gelernt. Du wärst heute ohne diese Erfahrung nicht die Person, die du heute bist. Du bist kein Opfer der äußeren Umstände, sondern kannst heute, hier und jetzt entscheiden, dass du zu 100 Prozent Verantwortung für alles übernimmst, was du bisher erlebt hast. Das bedeutet keinesfalls, dass alles, was geschehen ist, richtig und gut finden zu müssen. Das war es bestimmt nicht. Verantwortung für deine Erfahrungen zu übernehmen und zu vergeben, bedeutet vielmehr, nicht länger dagegen anzukämpfen und sich selbst oder andere Menschen zu verurteilen. Angst verurteilt, Liebe vergibt.

Übernimm Verantwortung für deine Gefühle und dein Verhalten

Zu guter Letzt solltest du auch Verantwortung für deine Gefühle, Gedanken und dein Verhalten übernehmen. Sooft passiert es – oft auch total unbewusst – dass wir andere Menschen dafür verantwortlich machen, wie wir uns fühlen. Du hast dich beispielsweise mit deiner Mutter oder deinem Partner gestritten und dann denkst du dir: „Er/Sie hat mich so aufgeregt, ich bin wegen ihr/ihm so wütend.“ (Been there, done that!) Dabei kannst du selbst deine Gefühle steuern. Ist natürlich einfacher gesagt als getan. Wenn mich meine Gefühle übermannen, dann versuche ich ein paar Mal ganz bewusst ein- und auszuatmen und mich daran zu erinnern, dass ich bestimme, wie ich mich fühlen möchte.

Also: Egal, was um uns herum passiert – wir sind dennoch immer für unser eignes Handeln und unsere eigenen Worte verantwortlich. Dass jemand anderes uns schlecht behandelt hat, gibt uns trotzdem nicht das Recht, genauso gemein zu handeln. Das schadet im Endeffekt nur uns selbst.

Fazit

Seit ich erkannt und verinnerlicht habe, dass nur ich – und niemand sonst – dafür verantwortlich bin, wie es mir geht, wie mein Leben aussieht, ob ich gesund oder krank bin, wo ich lebe usw., geht es mir so viel besser. Mein Leben hat sich wirklich um 180 Grad seitdem verändert, weil ich ganz bewusste Entscheidungen getroffen habe, die mein Leben dorthin gelenkt haben, wo ich es haben möchte. Natürlich passieren immer noch ärgerliche, traurige oder schlimme Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Trotzdem kann ich entscheiden, wie wir darauf reagieren.

Also: Setz dich ans Steuer und lenke dein Leben dorthin, wo du es haben möchtest. 🙂

Photo by Brooke Cagle on Unsplash

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